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Herzinsuffizienz – Schwäche erkennen 

Herzinsuffizienz Herzschwäche erkennen

Pflegebedürftigkeit kommt mit einer Vielzahl verschiedener Symptome einher. In vielen Fällen fällt eine Herzschwäche unter diese Symptome. In diesem Beitrag gehen wir auf die Symptome einer Herzinsuffizienz ein und erläutern die medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapiemöglichkeiten.

Symptome einer Herzinsuffizienz

Eine Herzschwäche macht sich meist mit Atemnot bei starker Belastung bemerkbar. Welche Beschwerden auftreten, ist davon abhängig, ob nur eine Herzkammer (Links- oder Rechtsherzinsuffizienz) oder beide Herzhälften (Globalinsuffizienz) betroffen sind. Ein weiterer Faktor, der die Beschwerden beeinflusst, ist wohin sich das Blut zurückstaut. Weitere typische Symptome bei einer Herzinsuffizienz sind:

  • Häufiges nächtliches Wasserlassen,
  • Nächtlicher Husten, der zum Aufsetzen zwingt,
  • Stark hervortretende Halsadern,
  • Leibschwellung durch Leberstauung und Wasseransammlung im Bauchraum,
  • Schwellungen an den Knöcheln und Unterschenkeln.

Bei Auftreten dieser Symptome sollte ein Arzt aufgesucht werden, da die Wahrscheinlichkeit für eine Herzinsuffizienz erhöht ist.

Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten

Bei einer diagnostizierten Herzschwäche ist eine medikamentöse Therapie zwingend erforderlich. In der Regel erhalten Betroffene zunächst sehr niedrig dosierte ACE-Hemmer. ACE-Hemmer sind Medikamente, die vor allem bei Bluthochdruck und chronischer Herzinsuffizienz zum Einsatz kommen. Sie senken den Blutdruck, verzögern das Voranschreiten der Herzschwäche und lindern begleitende Beschwerden wie Atemnot. Sollte aufgrund der ACE-Behandlung ein Reizhusten auftreten, sollte der Arzt darüber informiert werden. Der Reizhusten kann eine Nebenwirkung der medikamentösen Behandlung sein. Das Medikament sollte bei dieser Art der Nebenwirkungen abgesetzt werden. Der behandelnde Arzt wird auch zunächst bei Betablockern sehr vorsichtig sein. Es kann bis zu einem halben Jahr dauern, bis die erwünschte Wirkung eintritt. Betablocker sind keine geeignete medikamentöse Maßnahme für Menschen mit Bronchialasthma.

Nicht-medikamentöse Therapie

Die nicht-medikamentöse Therapie der Herzinsuffizienz besteht aus einer Reihe von Allgemeinmaßnahmen, die die Arbeitslast des Herzens reduzieren. Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderem eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht, Flüssigkeitsbilanzierung, Ernährungsumstellung zu salzarmer und leicht verdaulicher Kost und die Anpassung der körperlichen Leistung an die Belastbarkeit des Herzens. Weiter unten im Beitrag erläutern wir einige Maßnahmen der nicht-medikamentösen Therapie näher.

Erstmaßnahme bei Atemnot

Eine Herzschwäche führt nicht selten zu Atemnot. Bei Atemnot ist es wichtig, dass sofort der Notruf unter 112 gerufen wird. In der Zeit, in der auf den Krankenwagen gewartet wird, sollte der Betroffene beruhigt werden und Maßnahmen zur Stressreduzierung getroffen werden. In dieser Notsituation können folgende Maßnahmen zur Stressreduzierung beitragen:

  • Betroffener sollte in eine Lage gebracht werden, in der der Oberkörper erhöht ist,
  • beruhigende Gespräche mindern akuten Stress,
  • für Frischluftzufuhr sorgen,
  • Betroffenen nicht allein lassen,
  • beengende Kleidung sollte entfernt werden.

Ernährungsumstellung

Als Teil der nicht-medikamentösen Therapie kann die Ernährung Betroffener von Herzschwäche umgestellt werden. Oftmals sind Pflegbedürftige von Herzschwäche betroffen und je nach Wohn- und Pflegesituation müssen sich pflegende Angehörige darum kümmern, dass eine entsprechende Ernährungsumstellung erfolgt. Teil dieser Umstellung sollte sein, dass der Kochsalzgehalt in der Nahrung möglichst gering ist und, dass über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten verzehrt werden, statt weniger großer. Betroffene sollten auf fettreiche und schwer verdauliche Gerichte verzichten und nicht zu später Stunde noch essen. Auch die Flüssigkeitseinnahme sollte bei einer Herzschwäche beachtet werden. Hier sollte berücksichtigt werden, dass eine gleichmäßige Verteilung über den Tag erfolgt. Auf schwarzen Tee und Kaffee sollte möglichst verzichtet werden. Die Flüssigkeitszufuhr sollte zudem exakt protokolliert werden.

Schlafsituation

Bei einer Herzschwäche sollte auch die Schlafsituation angepasst werden. Betroffene sollten mit erhöhtem Oberkörper schlafen. Auch das Schlafzimmer sollte angepasst werden. Damit das Risiko für nächtliche Atemnot verringert wird, sollten, falls es der Gesundheitszustand und die Jahreszeit zulässt, die Fenster nachts geöffnet bleiben. Auch die Raumtemperatur sollte an die Bedürfnisse des Betroffenen angeglichen werden. Hier gibt es keine festgelegte Temperatur, die Raumtemperatur sollte für den Betroffenen angenehm sein. Weitere Bedingungen für einen erholsamen Schlaf sind Dunkelheit und Ruhe. Das bedeutet, Rollläden, falls vorhanden, bei Nacht runtermachen und für Ruhe sorgen. Erholsamer Schlaf wird besser erzielt, wenn keine schweren Mahlzeiten vor dem Schlafengehen verzehrt werden.

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